Arbeitsmittel

Die Verwendung von Arbeitsmitteln und der Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen sind in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung, kurz BetrSichV) geregelt.

Was sind Arbeitsmittel?

Arbeitsmittel im Sinne der BetrSichV sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen sowie überwachungsbedürftige Anlagen (weitere Informationen unter „Überwachungsbedürftige Anlagen“)

Was bedeutet Verwendung?

Die Verwendung von Arbeitsmitteln umfasst alle Tätigkeiten mit diesen. Hierzu gehören das Montieren und Installieren, Bedienen, An- oder Abschalten oder Einstellen, Gebrauchen, Betreiben, Instandhalten, Reinigen, Prüfen, Umbauen, Erproben, Demontieren, Transportieren und Überwachen.

Welche Anforderungen werden an Arbeitsmittel gestellt?

Es dürfen nur solche Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt und verwendet werden, die unter Berücksichtigung der vorgesehenen Einsatzbedingungen bei der Verwendung sicher sind.
Die Arbeitsmittel müssen
•    für die Art der auszuführenden Arbeiten geeignet sein,
•    den gegebenen Einsatzbedingungen, z.B. Arbeiten im Freien und den vorhersehbaren Beanspruchungen angepasst sein und
•    über die erforderlichen sicherheitsrelevanten Ausrüstungen verfügen.

Grundlegende Schutzmaßnahmen finden Sie in der BetrSichV, konkrete Anforderungen in den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS).

Neben der Auswahl des „richtigen“ Arbeitsmittels tragen Qualifikation und Unterweisung zur Sicherheit und zum Schutz der Gesundheit von Beschäftigten bei.

Gefährdungsbeurteilung

Vor der Verwendung von Arbeitsmitteln ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen in der nicht nur die Gefährdungen betrachtet werden, die von der Bereitstellung und Benutzung des Arbeitsmittels selbst ausgehen, sondern auch Gefährdungen, die durch Wechselwirkungen mit anderen Arbeitsmitteln, mit Arbeitsstoffen oder der Arbeitsumgebung hervorgerufen werden.

Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung ist vor der erstmaligen Verwendung eines Arbeitsmittels zu dokumentieren. Dabei sind mindestens anzugeben:
•    die Gefährdungen, die bei der Verwendung der Arbeitsmittel auftreten,
•    die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen,
•    wie die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung eingehalten werden, wenn von den Technischen Regeln für Betriebssicherheit abgewichen wird,
•    Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen sowie die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen,
•    das Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen.

Die Gefährdungsbeurteilung ist regelmäßig zu überprüfen. Dabei ist der Stand der Technik zu berücksichtigen.

Wann führe ich die Gefährdungsbeurteilung durch?

Die Gefährdungsbeurteilung soll bereits vor der Auswahl und der Beschaffung der Arbeitsmittel begonnen werden. Dabei ist die Eignung des Arbeitsmittels für die geplante Verwendung, die Arbeitsabläufe und die Arbeitsorganisation zu berücksichtigen.

Wartung und Instandhaltung

Damit Arbeitsmittel während der gesamten Verwendungsdauer den geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen entsprechen und in einem sicheren Zustand gehalten werden, sind sie regelmäßig zu warten und instand zu halten.

Gilt die BetrSichV auch für Studierende?

Ja, verwenden Schülerinnen, Schüler, Studierende oder sonstige Personen, die in wissenschaftlichen Einrichtungen tätig sind, Arbeitsmittel, stehen sie den Beschäftigten gleich.

Die Betriebssicherheitsverordnung in der Fassung vom 29. März 2017 finden Sie unter:
http://www.gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/index.html

Technische Regeln für Betriebssicherheit finden Sie unter:
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Anlagen-und-Betriebssicherheit/TRBS/TRBS.html