Gefahrgut

Wird mit gefährlichen Stoffen oder Gemischen an der CAU gearbeitet, spricht man von Gefahrstoffen. Werden diese per Luftfracht auf der Straße, Schiene oder See befördert, wird aus den Gefahrstoffen das sogenannte Gefahrgut.

Gefährliche Güter sind Stoffe oder Gegenstände, wenn von ihnen im Zusammenhang mit der Beförderung Gefahren ausgehen können. Gefährliche Gegenstände können z. B. Chemikalien oder Li-Ionen-Akkus sein. Gefahrgut darf nur unter bestimmten Vorkehrungen gehandhabt werden. Der Umgang mit Gefahrstoffen und die Beförderung von gefährlichen Gütern unterliegen verschiedenen Rechtsbereichen.

Der Transport von gefährlichen Gütern im Straßenverkehr ist im ADR "Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße" geregelt. Die genannten Forderungen sind verpflichtend einzuhalten. Ein Teil des ADR ist die in Deutschland umgesetzte "Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnengewässer" (GGVSEB). Die zu transportierenden Güter werden in verschiedene Gefahrgutklassen eingestuft und die dazugehörigen Sicherheitsmaßnahmen definiert. Auch die Menge und die Art wie diese Güter zu befördern sind, z. B. die Art der Verpackung wird hier verbindlich festgelegt.

Die Kennzeichnung der Gefahrstoffe ist in Europa in der CLP-Verordnung (Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) festgelegt und an den GHS-Piktogrammen zu erkennen.

Das ADR fordert die Gefahrgutkennzeichnung von Transportverpackungen mit den Gefahrzetteln. Fahrzeuge müssen mindestens mit der Gefahrentafel (orangefarbene Warntafel) gekennzeichnet werden. Bei zusammengesetzten und Kombiverpackungen, z. B. Gefahrstoffverpackungen in einem Karton, benötigt nur die Außenverpackung eine Gefahrgutkennzeichnung. Werden flüssige gefährliche Güter transportiert, muss die Außenverpackung in der Regel mit Ausrichtungspfeilen gekennzeichnet sein.

Zu dem Transport gehören Beförderungspapiere und die notwendige, mitzuführende ADR-Ausrüstung. Bei Überschreitung bestimmter Mengen muss der Fahrer/ die Fahrerin im Besitz einer ADR-Schulungsbescheinigung sein. Zu beachten ist auch der Teil 3 des ADR, in dem Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von in begrenzten Mengen verpackter gefährlicher Güter geregelt sind.

Informationen finden Sie in dem Film "Gefahrgut und Gefahrstoff: sicher transportieren - sicher arbeiten"

Gefahrgut und Gefahrstoff: sicher transportieren - sicher arbeiten (deutsch und englisch)

Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnengewässer GGVSEB