Asbest

Asbest ist eine natürliche Mineralfaser. Die Fasern können eine bläuliche, weiße oder grünlich Farbe haben. Der Faserdurchmesser beträgt kleiner 3 µm, die Faserlänge meist größer 5 µm bei der Verarbeitung.

Seit Anfang der 1960er Jahre bis zum Verbot im Jahr 1993 wurde Asbest aufgrund seiner technischen Eigenschaft weltweit als "Standardbaustoff" eingesetzt. Asbest besitzt eine große Festigkeit, ist hitze- und säurebeständig und isoliert hervorragend.

Asbest in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern (PSF)

Asbestfasern wurden den PSF zur Rissüberbrückung und Armierung zugemischt, z. B.

  • Spachtelmassen und Putze an Wänden, Decken und Stützen
  • Fugenfüller und Glättspachtel für Gipskarton-Leichtbauwände, Spanplattenwände und -böden
  • Spachtelmassen zum Abdecken von Lunkern, Kiesnestern und Bohrlöchern
  • Dünnbettmörtel und Fugenmörtel für Wand- und Bodenfliesen

 

Welche Gebäude sind betroffen?

Bei Gebäuden, die zwischen 1960 und 1993 entstanden sind bzw. in denen Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten ausgeführt wurden, müssen wir davon ausgehen, dass Asbest als Baustoff in Wand- und Deckenputzen sowie Fliesen- und Teppichklebern verwendet wurde.

Besteht eine Gesundheitsgefährdung für die Nutzer der Gebäude?

Bei dem Asbest in PSF handelt es sich um festgebundenen Asbest. Bei normaler Nutzung des Gebäudes besteht keine Gefährdung.

Zu einer möglichen Gefährdung von Personen durch die Freisetzung von Asbestfasern kann es nur kommen, wenn die Flächen bearbeitet werden, z. B. durch Bohren, Stemmen oder Abschleifen. In Absprache mit den Interessensvertretungen wurde die Entscheidung getroffen, dass die Beschäftigten der CAU -mit Ausnahme des unterwiesenen Personals- keine Bohrarbeiten in Gebäuden durchführen dürfen. Die Hausmeister, Techniker und Tischler der CAU wurden mit der erforderlichen Ausrüstung ausgestattet und unterwiesen.

Wie gehen Sie vor?

Möchten Sie z. B. ein Regal anbringen oder ein Bild aufhängen, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Hausmeister des Gebäudes. Sollte ihr Gebäude nicht von einem Hausmeister betreut werden, wenden Sie sich bitte an das Referat Technischer Betrieb und Service. Sofern Sie als Institut selbständig Firmen mit Bohr-, Schleif- oder Stemmarbeiten beauftragen, ist eine vorherige Prüfung der Örtlichkeit durch eine*n Sachkundige*n für Asbest notwendig.

Die genaue Vorgehensweise finden Sie in unserem Ablaufplan

2019 Ablaufplan_Asbest.pdf

Sachkundige Asbest sind

  • Herr Albrecht, R 37a
  • Frau Gleich, R 3 BS
  • Herr Lüdrichsen, R 37
  • Herr Rohmann, R 353