Unfälle melden , Unfälle anzeigen

Was ist ein Dienst-, Arbeits- und Wegeunfall - was nicht?


Definition eines Arbeitsunfalls nach §8 SGB 7: Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit ist z.B. nicht der Gang zur Kantine, Pausentätigkeiten, Toilettengang, eigenwirtschaftliche Tätigkeiten am Arbeitsplatz). Unfälle sind zeitlich begrenzte (also keine dem Arbeitsinhalt innewohnende Dauerbe-lastung), von außen (also keine in der Person begründeten Ursache wie Krankheiten, Kreislaufschwäche o.ä.) auf den Körper einwirkende Ereignisse (ohne Ereignis auftretend wäre z.B. ein eingeklemmter Nerv), die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

 

Versicherte Tätigkeiten sind auch das Zurücklegen des mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit (Arbeits- und Heimwege). Der Unfall ist dann ein so genannter Wegeunfall.

 

Als Gesundheitsschaden gilt auch die Beschädigung oder der Verlust eines Körper-Hilfsmittels (Prothesen etc.).

Schaubild Wegeunfall

Warum ist es wichtig Dienst-, Arbeits- und Wegeunfälle zu melden bzw. anzuzeigen?

 

Dies dient der lückenlosen und detaillierten Erfassung der Unfälle zur Wahrung der Versicherungsansprüche der Beschäftigten/Beamten/Studierenden gegenüber der Unfallkasse Nord /Finanzverwaltungsamt SH. Nur mittels der Unfalldokumentation kann im Zweifelsfall bewiesen werden, dass ein Anspruch auf Versicherleistungen aus dem Unfall besteht. Dies ist möglicherweise bei späteren Komplikation im Heilungsverlauf besonders wichtig.

Unfalldokumentationen schaffen die Grundlagen für eine zeitnahe und effiziente Unfall-Präventionsarbeit.

Letzlich ist noch die Einhaltung der Anzeigepflicht von meldepflichtigen Unfällen bei den Unfallversicherungs-Trägern innerhalb von drei Tagen nach einer andauernden unfallbedingten Krankschreibung gesetzlich vorgeschrieben.

 

 


Besonderheiten:

Unfälle beim Umgang mit Biostoffen sind immer als meldepflichtige Arbeitsunfälle zu behandeln selbst wenn  es zu keiner unfallbedingte Arbeits-/Dienstunfähigkeit kommt.

Schwerst-Unfälle mit (möglicherweise tödlichen) Verletzungen oder Unfälle mit mehreren Opfern sind unverzüglich telefonisch auch an das Präsidium zu melden.

Bei Bagatellunfällen ohne Inanspruchnahme einer ärztlichen Einrichtung (z.B. kleinen Schnittverletzungen), von denen die direkten Vorgesetzten mangels Schadensschwere zunächst keine Kenntnis erhalten, sind von den Verunfallten unverzüglich jede Verletzung in das an den Arbeitsplätzen in der Verbandkästen/-schränkchen ausliegende „Verbandbuch“ (DIN A5-Format) einzutragen.

Bagatell-, Beinahe-, Sachschadensunfälle und riskante Situationen (die zufällig nicht zu größeren Schäden geführt haben) werden (formlos aber) schriftlich / Email an den zuständige Vorgesetzten und SI gemeldet.  => innerbetriebliche (Beinahe-) Unfallmeldung

FAQ zu Unfall-Versicherungsschutz bei Dienstreisen 

Sonderverfahren bei Einsatz im Ausland

Unfallmeldeverfahrensanweisung

(ist noch in Bearbeitung)

 

Unfallanzeige Beschäftigte

Dienstunfallprotokoll Beamte

Unfallanzeige Studierende